MIR HÄNDS NÖTIG 3.0 - GALERIE STARKART ZÜRICH

Diesmal sind die Teilnehmer der Ausstellung ANONYM. Die Namen der Autoren werden nicht bekanntgegeben. Das hat für Künstler und Ausstellungsbesucher gleichermassen Vorteile. Künstlern bietet es eine geschützte Plattform, um inkognito experimentieren zu können. Als Betrachter ist man befreit von vorweggenommener Klassifikation. Das Werk kann für sich sprechen, was die Anerkennung für den Autor aber keineswegs schmälert. Die Ausstellung wird faktisch demokratisiert. Gleichförmigkeit soll durch Gleichwertigkeit ersetzt werden, Besucher können die Arbeiten neu bewerten.

 

Heute agieren die meisten Künstler weder anonym, noch benutzen sie ein Pseudonym als Namen. So sind sie ungeschützt böswilligen Kritiken ausgesetzt oder können leicht lächerlich gemacht werden. Diesen Schutz soll ihnen ersatzweise ihre oft genug wie am Reissbrett geplante Karrierelaufbahn bieten. Ausbildung/Titel werden als Ticket oder Entschuldigung eingesetzt, hinzu kommen all die Taxonomien, die als Statussymbole funktionieren: Namen von Künstler,  Galerien,  Käufern, der Preis des Kunstwerks etc. Und die Sprache ist oft zwischen kryptisch bis platt und leicht amüsiert angesiedelt. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Artikel von Christian Saehrendt in der NZZ.

 

Experimente zu wagen oder extreme Positionen zu vertreten kann für diejenigen, die sich ihren Lebensunterhalt mit Kunst verdienen, eine riskante Angelegenheit sein. Das hat viele üble Nebenwirkungen für die Kunst… Das Konzept von MHN 3.0 soll kreative Köpfe anregen, geschützt durch Anonymität zu experimentieren, schärfere und epischere Aussagen zu wagen.

 

*Die Preise für die Werke sind weder angeschrieben noch festgelegt. InteressentInnen können online in der Galerie, oder auch von Zuhause aus, einfach Werknummer, ihren Kontakt und ihr Angebot in eine Opt-inForm eingeben und direkt an den/die KünstlerIn senden (Starkart ist nicht beteiligt). Er/Sie kann bei Gegeninteresse darauf antworten -auch anonym.

Eröffnung der Ausstellung: 15. März ab 18 Uhr